Dres. med. Th. Humbert,V. Becker,P. Hinse,S. Töpper
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Bewegungsstörungen

Die Bewegungen des Körpers werden durch spezialisierte Nervenzellverbände im Gehirn gesteuert und koordiniert. Eine überragende Rolle für die Steuerung  und Feinabstimmung der Bewegungsabläufe spielt ein ausgedehntes Kerngebiet im Zentrum des Großhirns, die  „Basalganglien“.
Zu den häufigsten Krankheitsbildern, die als Folge einer Funktionsstörung der Basalganglien auftreten, gehören die Parkinson’sche Erkankung sowie die Dystonien.
Die  medikamentösen und nicht-medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten der Parkinson’schen Erkrankung haben sich in Verlauf der Jahre erheblich verbessert.
Wichtige Neuentwicklungen auf dem Gebiet der Parkinsonbehandlung umfassen u.a.

1.   Die ambulante videogestützte Parkinsontherapie
Über eine in der Wohnung des Patienten/der Patientin angebrachte Videokamera kann die Beweglichkeit am Tage mehrfach aufgezeichnet  und über ISDN an die Praxis weitergeleitet werden. Dies ermöglicht es uns, notwendige Korrekturen   der medikamentösen Therapie individuell angepasst vorzunehmen. Die  Videobeobachtung erstreckt sich über einen Zeitraum von 4 Wochen: das Projekt wird mittlerweile von vielen -  aber leider noch nicht allen- Krankenkassen unterstützt.

2.   Die Tiefen-Hirnstimuationstherapie:
Bei diesem Verfahren werden Elektroden in einzelne Kerngebiete der Basalganglien implantiert und über einen externen Schrittmacher elektrisch stimuliert. Das Verfahren wird mit großem Erfolg bei Patienten mit einer medikamentös nicht zu beherrschender Tremor-Symtomatik sowie bei Patienten  mit starken Schwankungen ihrer Beweglichkeit  und medikamentös verursachten Überbewegungen eingesetzt. Wir verfügen  in der Praxis über die Möglichkeit im Rahmen der ambulanten Nachbetreuung die Schrittmacherfunktion zu überprüfen und über ein externes Programmiergerät  die Einstellung des Neurostimulationsgerät zu optimieren.

3.   Die logopädische Therapie der Stimm-, und Sprechstörung nach dem LSVT-Verfahren:
Parkinsonpatienten leiden vielfach unter einer Störung der Stimmgebung-, die Stimme wird leise und heiser, die Aussprache undeutlicher. Das LSVT-Taining (Lee-Silvermann-Voice-Treatment) ist ein in den USA entwickeltes,  inzwischen auch in Europa sehr erfolgreich eingesetztes logopädisches Behandlungsverfahren zur Stärkung der Stimme und Besserung der Artikulation. Wir bieten diese Behandlung in unserer Praxis an (Frau Brauns-Hinse, Logopädin).
 
Unter „Dystonie“ versteht man eine Bewegungsstörung, bei der es  zu einer unwillkürlichen Anspannung von einzelnen Muskeln oder Muskelgruppen kommt.  Dies führt zu abnormen Bewegungen, Fehlhaltungen und Einschränkungen der Willkürbewegungen der betroffenen Körperregion. Häufige Beispiele einer Dystonie sind der Torticollis spasmodicus und der Blepharospasmus .
Dystone Bewegungsstörungen werden hochwirksam mittels Botulinumtoxin Injektionen behandelt:  das Medikament wird in die betroffenen Muskeln gespritzt und bewirkt eine mehrere Monate anhaltende Entspannung dieser Muskeln. Die Wirkung des Medikamentes ist zeitlich begrenzt, die Therapie muss etwa alle 3 Monaten wiederholt werden.
Die Botulinumtoxin Behandlung ist zugelassen zur Behandlung von: Torticollis spasmodicus, Blepharospamus, spastische Lähmung der Extremitäten (als Folge vom Schlaganfall, Multipler Sklerose u.a.), Spasmus hemifacialis (halbseitige Verkrampfungen der mimischen Muskulatur einer Gesichtshälfte), axillären Hyperhidrosis (krankhaft gesteigertes Schwitzen im Bereich der Achselhöhle) .
Die BTX-Therapie ist wirksam aber nicht zugelassen für eine Reihe weiterer Erkrankungen, die mit einer gesteigerten Muskelaktivität einhergehen,  dazu zählt der Schreibkrampf,  die Dystonie der Kiefermuskulatur, Migräne/Spannungskopfschmerzen u.a.
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